Diasporic views
Diasporic views - Texte, Gedichte und Musik
(in Englischer Sprache)
Dienstag, 20. Januar 2026 - 19:30 Uhr
Jüdischer Salon Berlin im Grünen Salon an der Volksbühne
Rosa-Luxemburg-Platz 2
Von jeher war Kunst ein Spiegel des diasporischen Lebens. Einer Geschichtserzählung, die Menschen in Fremde und Einheimische separiert, setzen Musik und Poesie komplexe Lebensrealitäten entgegen, die gängige Erklärungsmuster unterlaufen.
Was haben Dichter*innen, deren Werke vom Nachdenken über die Diaspora geprägt sind, einander zu sagen? Welchen Hallraum erzeugen ihre Erfahrungen, wenn sie aufeinandertreffen?
Aus unterschiedlichen Blickwinkeln schauen sie auf eine gemeinsam geteilte Welt und erzählen sie weiter.
von und mit Logan February, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Sasha Marianna Salzmann, Michaela Špačková und Maria Stepanova
Art has always been a mirror of diasporic life. Through music and poetry, artists counter historical narratives that separate people into foreigners and locals, revealing instead the complex realities that defy simple explanation.
What do poets whose works are shaped by the diasporic experience have to say to each other? What resonance do their experiences create when they encounter one another?
From different perspectives, they look at a shared world and pass on its story.
By and with Logan February, Ozan Zakariya Keskinkılıç, Sasha Marianna Salzmann, Michaela Špačková, and Maria Stepanova.
Sasha Marianna Salzmann ist Theaterautor*in, Essayist*in und Dramaturg*in. Salzmanns Theaterarbeiten erhielten zahlreiche Preise und sind in über 20 Sprachen übersetzt. 2017 erschien im Suhrkamp Verlag das Debüt Außer sich. Der Roman erhielt zahlreiche, auch internationale, Ehrungen. 2020 wurde Salzmann mit dem Kunstpreis für Darstellende Kunst der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet. 2021 erschien Salzmanns zweiter Roman Im Menschen muss alles herrlich sein, der ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert war und mit dem Preis der Literaturhäuser sowie dem Hermann-Hesse-Literaturpreis geehrt wurde. Seit 2023 ist Sasha Salzmann Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. 2024 erschien, ebenfalls bei Suhrkamp, der Band Gleichzeit, eine Korrespondenz zwischen Ofer Waldman und Sasha Marianna Salzmann, zu der Welt nach dem 7. Oktober 2023.
2024 ist Sasha Salzmann Preisträger*in des renommierten Kleist-Preises, mit dem das literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet wird.
Sasha Marianna Salzmann is an award-winning German author and playwright. Their critically acclaimed novels, including Außer sich and Im Menschen muss alles herrlich sein (nominated for the German Book Prize), have earned them major literary honors such as the Hermann Hesse Literature Prize. Salzmann's theatrical work is internationally recognized and translated into over 20 languages. They are a member of the Mainz Academy of Sciences and Literature and a recipient of the 2024 Kleist Prize, awarded for their distinguished literary oeuvre.
Logan February wurde 1999 in Onitsha im nigerianischen Bundesstaat Anambra, Nigeria geboren. February studierte Psychologie an der University of Ibadan und kreatives Schreiben an der Purdue University. Logan February ist nicht-binäre*r Lyriker*in, Essayist*in, Sänger*in, Songwriter*in und LGBTQ-Aktivist*in und derzeit so etwas wie ein Star der post- und dekolonialen Lyrikszene. Neben Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften sind bislang drei Chapbooks – „How to Cook a Ghost“ (2017), „Painted Blue with Saltwater“ (2018), „Garlands“(2019) – und der Gedichtband „In the Nude“ (2019) sowie das zweisprachige (Engl./Dt.) „Mental Voodoo“ (2024; Deutsch von Christian Filips) erschienen; außerdem Übersetzungen ins Spanische, Italienische und Niederländische. 2020 wurde Logan February mit dem Future Awards Africa Prize for Literature ausgezeichnet. February war u.a. Stipendiat*in am LCB, DAAD Künstlerprogramm, Humboldt Forum und Literaturhaus Wien. 2025 war February Poet-in-Residence am Humboldt Forum im Berliner Schloss. February ist Cave-Canem-Fellow.
Logan February is a Nigerian poet and multidisciplinary artist whose work explores desire, psychospirituality, and Afro-queer identity. They are the author of Mental Voodoo (Poesie Dekolonie/Engeler Verlag, 2024) and their short film, Thrall, was an official selection at the 2025 ZEBRA Poetry Film Festival. February received the Future Awards Africa Prize for Literature and has been a fellow of the DAAD Artists-in-Berlin Program, among others. Presently a poet-in-residence at the Humboldt Forum, Logan February lives in Berlin.
Michaela Špačková ist eine dynamische und visionäre Fagottistin, die die Welten der klassischen und neuen Musik miteinander verbindet. Mit 17 Jahren gab sie ihr Solodebüt mit der Prague Philharmonia, gefolgt von Auftritten mit führenden Orchestern wie dem ORF Wien, dem Münchener Kammerorchester und der Tschechischen Philharmonie und über 20 Preise bei renommierten Wettbewerben gewonnen hat, darunter beim ARD-Musikwettbewerb und beim Prager Frühling. Michaela trat auf einigen der berühmtesten Bühnen der Welt auf, darunter die Berliner Philharmonie, die Philharmonie de Paris sowie Recitals im Konzerthaus Berlin und in Tokios Suntory Hall, wo sie mit Radek Baborák musizierte.
Michaela Špačková is a dynamic and visionary bassoonist whose artistry bridges the classical and new music worlds. At 17, she debuted as a soloist with the Prague Philharmonia, following appearances with with leading orchestras, including the ORF Wien, Munich Chamber Orchestra, and the Czech Philharmonic, earning over 20 awards at major competitions, including the ARD Music Competition and the Prague Spring Competition. She has performed on some of the world’s most renowned stages, such as the Berliner Philharmonie, Philharmonie de Paris, and recitals at Konzerthaus Berlin and Tokyo’s Suntory Hall, where she played with Radek Baborák.
Ozan Zakariya Keskinkılıç, geboren 1989, studierte Politikwissenschaften in Wien, Berlin und Cambridge. 2022 erschien sein Lyrikdebüt Prinzenbad im Elif Verlag, 2023 das Sachbuch Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes im Verbrecher Verlag. Seine Texte wurden in Zeitschriften und Anthologien (u. a. anders bleiben, Rowohlt 2023) veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt. Er war für den Clemens-Brentano-Preis und den Dresdner Lyrikpreis nominiert und wurde mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis 2025 ausgezeichnet. Hundesohn ist sein erster Roman.
Debütpreis des Buddenbrookhauses 2024/25 (Nominierung)
Ozan Zakariya Keskinkılıç, born in 1989, is a writer and political scientist. He is the author of the poetry collection Prinzenbad and the non-fiction book Muslimaniac: The Career of an Enemy Image. His work has been recognized with the Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis (2025) and nominations for the Clemens-Brentano-Preis and the Dresdner Lyrikpreis.
His debut novel, Hundesohn, has been nominated for the Debütpreis des Buddenbrookhauses (2024/25).
Die Schriftstellerin, Lyrikerin und Essayistin Maria Stepanova wurde 1972 in Moskau geboren. Für ihren Lyrikband Mädchen ohne Kleider erhielt sie den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2023. In ihrem jüngsten Roman Der Absprung von 2024 reflektiert sie ihre Wahrnehmungen und Gedanken zu Russlands Krieg gegen die Ukraine.
The writer, poet, and essayist Maria Stepanova was born in Moscow in 1972. She received the Leipzig Book Prize for European Understanding in 2023 for her poetry collection "Mädchen ohne Kleider" (Girls Without Clothes). In her latest novel, "Der Absprung" (The Leap), published in 2024, she reflects on her perceptions and thoughts regarding Russia's war against Ukraine.
Der Jüdische Salon im Grünen Salon ist ein Projekt der KIgA e.V. (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus)
Tickets
Der Umzug in den Grünen Salon, sprich in die Volksbühne - eine öffentliche Einrichtung - bringt mit sich, dass wir angehalten werden, einen Kostenbeitrag zu erheben. Die Preise und Reservierungsmöglichkeiten mussten wir nun an die Volksbühne anpassen. Die Tickets kosten fortan 9€/6€ reduziert. Bitte Kartenbestellungen direkt über die Volksbühne abwickeln.
Tickets über den Ticketverkauf der Volksbühne
